Es erfordert erhebliche Anstrengungen, ein Schulungsprogramm zu entwickeln, das auch nach Abschluss der Trainingsphase nachhaltig wirkt und im Arbeitsalltag Anwendung findet. Werden wichtige Inhalte in langweiligen, veralteten Vorträgen vermittelt, kann das Ihrem Unternehmen schaden. Unabhängig davon, ob Ihr Unternehmen mit schweren Maschinen arbeitet, Finanzdienstleistungen erbringt, Produkte für Babys oder Kinder vertreibt oder andere offensichtliche Risiken birgt – was bei den meisten Unternehmen der Fall ist –, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Regeln und Verfahren langfristig im Gedächtnis Ihrer Mitarbeitenden bleiben.
Wie gelingt das? Mit den richtigen Schulungsmethoden. Einseitige Methoden, die reines Auswendiglernen erfordern, führen selten zum Ziel. Viele Mitarbeitende sind keine Theoretiker – das klassische Schulungsraum-Modell muss daher grundlegend modernisiert werden. Entscheidend ist, Methoden und Tools zu wählen, die die Lernenden dort abholen, wo sie stehen, und ihre individuellen Bedürfnisse, Lernstile und Schulungsziele berücksichtigen. Häufig ist eine Kombination aus Software und praxisnahen Trainings am Arbeitsplatz am effektivsten. Im Folgenden erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Schulungsinhalte vermitteln, den Einsatz von Präsenztrainings optimieren und weitere effektive Ansätze nutzen können.
Die Methoden der Mitarbeiterschulung
Es gibt heute eine Vielzahl an Schulungsmethoden am Arbeitsplatz. Welche für Sie infrage kommen, hängt unter anderem von Ihrem persönlichen Führungsstil, der Struktur Ihres Unternehmens, der Zahl der zu schulenden Mitarbeitenden, den vermittelten Inhalten, den individuellen Lerngewohnheiten und der Zielsetzung ab – ob Sie neue Mitarbeitende einarbeiten oder bestehende Teams bei der Auffrischung und Erweiterung ihrer Kenntnisse unterstützen. Auch wenn all diese Faktoren komplex erscheinen, genügt es, die verfügbaren Methoden in der Personalentwicklung zu prüfen und diejenige auszuwählen, die Ihren Anforderungen am besten entspricht. Im Folgenden stellen wir einige der gängigsten Methoden vor.
Klassenschulungen gehören nach wie vor zu den effektivsten Methoden für neue Mitarbeitende. Entscheidend ist jedoch, diese interaktiv zu gestalten. Statt lediglich Bücher zu verteilen, sollten Sie aktiv einbeziehen, Praxisbeispiele liefern und den Transfer in den Unternehmensalltag deutlich machen. Unterstützend kann Software eingesetzt werden, die unterschiedliche Lerntypen berücksichtigt, individuelle Lerngeschwindigkeiten ermöglicht und flexibel auf verschiedene Schulungsszenarien anpassbar ist.
1:1-Schulungen sind besonders wirkungsvoll, wenn Ressourcen verfügbar sind. Hier vermittelt eine erfahrene Person die Grundlagen direkt an einen neuen Mitarbeitenden. Ähnlich funktioniert Job Shadowing, bei dem neue Mitarbeitende erfahrenen Kollegen über die Schulter schauen. Der Fokus liegt auf Beobachtung, gelegentlichen Fragen und einem realistischen Einblick in den Arbeitsalltag.
Auch Selbstlernmethoden, bei denen sich neue Mitarbeitende eigenständig das nötige Wissen aneignen, sind möglich. Weitere Formate sind Großgruppenschulungen, bei denen viele Mitarbeitende gleichzeitig geschult werden, sowie automatisierte Schulungen, wie sie etwa bei Seismic eingesetzt werden.
Automatisierte Schulungen ermöglichen es, viele Mitarbeitende gleichzeitig oder einzelne Personen direkt beim Onboarding zu schulen – ohne warten zu müssen, bis eine größere Gruppe zusammenkommt. Mit passgenauer Software erreichen Sie Ihre Teams unmittelbar, vermitteln gezielt benötigte Fähigkeiten und tragen so dazu bei, dass neue Mitarbeitende schnell zu wertvollen Kräften im Unternehmen werden.